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Kreative Angst: 4 Dinge die du über Schreibblockaden wissen musst – Plus: perfekten Blogartikel schreiben

Schreibblockade

Oft ist eine Schreibblockade nicht mehr als Angst. Angst vor dem Versagen. Angst vor der eigenen Leistung. Angst vor dem ungewissen.  4 Dinge die du über Schreibblockaden wissen musst und wie Du den perfekten Blogartikel schreibst:

Kennst du das?

Du sitzt vor deinem Computer, auf dem Bildschirm flimmert der WordPress-Texteditor. Du bist angespannt.

Dir zittern die Knie.

Immer wieder tippen deine Finger wahllose Worte in die Tastatur – nur um diese daraufhin wieder zu löschen.

Dir fällt nichts ein; und was dir einfällt, weißt du nicht in Worte zu fassen.

Dir fällt nichts ein; und was dir einfällt, weißt du nicht in Worte zu fassen. Klick um zu Tweeten

Deine Gedanken stehen wirr; du verzweifelst: Du glaubst an einer Schreibblockade zu leiden.

Aber ist dem so? Oder hast du viel mehr Angst? Angst vor kritischen Lesern? Vielleicht macht dir auch die Konzeptphase zu schaffen?

Was eine Schreibblockade ist:

schreibblockade
Bei einer Schreibblockade bleibt die Tastatur schnell mal kalt. (Bild: co0)

Was ist eine Schreibblockade?„, tippe ich in die Wikipedia-Suchleiste und erhalte sekunden-schnell eine Antwort: „Eine Schreibblockade ist ein psychisches Phänomen, bei dessen Auftreten die Autoren dauerhaft oder vorübergehend nicht in der Lage sind zu schreiben. Darunter leiden besonders Schriftsteller, Journalisten und Studierende beim Schreiben von Haus- und Examenarbeiten.

Aha! Also finden wir die Ursachen einer Schreibblockade in unserer Psyche. Nix Krankheit, nix Voodoo-Zauber; Und welche genauen Gründe können dazu führen, das wir keine passenden Worte mehr finden?

  1. Fehlende Konzepte
  2. Komplexe Themen
  3. Unordnung des Recherchematerials
  4. Falsche Vorstellung vom Leser: Angst vor kritischen Leser
  5. Depressionen
  6. Fehlfunktion des Hirnlappens (hoffen wir mal nicht!)

So in etwa lauten die Ursachen nach Wikipedia, die durch Beratungsgesprächen mit Schreibern und anderen Thesen zusammengetragen worden sind. Eins bis Vier behalten wir im Hinterkopf; Fünf und Sechs lassen wir mal so stehen; die übersteigen meine Kompetenz als Blogger nämlich um weiten!

Zurück zu den ausgewählten Vier:

Fehlende Konzepte

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Ordnung muss sein: Nutze Konzepte; wenn du ein kreativer Chaot bist, dann nutze eine eigene Technik! (Bild: Staffage via: kaboompics.com)

Bestes Beispiel hierfür: Ich. Zu mindestens eine Zeit lang: Ellenlange Konzepte sind noch nie etwas für mich gewesen. Das bekam ich besonders dann zu spüren, wenn es um Referate oder derselben ging.

Während die anderen ihre Konzepte erstellen, war ich meist schon mitten drin, am Ausarbeiten der Punkte des Themas. Dabei habe ich mich nicht selten verzettelt; und nicht selten gabs negative Kritik vom Lehrer und eine genauso befriedigende Note. Nervig!

Deshalb habe ich mir meine eigene Strategie angeeignet: Jedes Mal, egal ob ich am Refarat arbeite oder einen Blogartikel schreibe, schreibe ich mir eine Notiz mit den Dingen, die der Artikel beinhalten soll (quasi der „Rote Faden“):

  • Worum handelt der Text oder Blogartikel?
  • Welche Unterpunkte soll er behandeln?
  • Wie sollen die Punkte angeordnet werden?
  • Wer wird ihn lesen?

Anschließend schreibe ich Stichpunkte unter die Fragen, zum Beispiel: „Worum handelt der Text oder Blogartikel?“ – Antwort: „Schreibblockade“, „Ursache“, „Ängste“ und so weiter … Dann entscheide ich mich für geeignete Unterpunkte, zum Beispiel „Schreibblockade bloß Angst? Was eine Schreibblockade ist:“ und schreibe dahinter kleine Textbausteine, welche ich nach und nach ausarbeite.

Denn Konzepte, also einen Plan haben, ist wichtig! Nicht nur beim Schreiben, sondern auch in deinem Leben. Vielleicht hilft dir diese Mini-Vorlage ja weiter. 😉

Komplexe Themen

Oh ja. Komplexe Themen sind immer eine Sache für sich: Entweder du verstehst sie oder du verstehst sie nicht – und hast verschissen, oder nicht?

Nein, es gibt auch Wege die Mücke, die jemand zum Elefanten gemacht hat, wieder zurück zur Mücke zu formen; natürlich bedeutet das dann Arbeit.

Aber: Schwierige Themen lassen sich immer einfach machen; du musst sie nur einmal verstehen, indem du sie auseinander nimmst und diesen Teilen eine Struktur gibst.

Glaube mir: Nimm einer These das überschüssige „Bla bla“ weg und stürze dich auf die trockenen Fakten. Dann verstehst nicht nur du sie, sondern auch derjenige, dem du sie weitererzählst (vielleicht in Form eines Artikels?).

Unordnung im Recherchematerial

Hier verweise ich dich gleich wieder zu „Fehlende Konzepte“. Wer kein Konzept verfolgt, der wird auch keine ordentliches Recherchematerial zusammengetragen haben. Erst das Konzept, dann die Recherche; suche dir eine passende Strategie!

Falsche Vorstellung vom Leser: Angst vor kritischen Leser und dieser PERFEKTIONISMUS

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Angst vor kritischen Lesern? Wieso? Eigne dir ein dickes Fell an – am besten durch Felderfahrung; also veröffentliche! (Bild: Staffage via: kaboompics.com)

„Perfektion existiert nicht. Nach ihr zu streben, ist die gefährlichste Art der Verrücktheit.“

– Alfred de Musset, französischer Schriftsteller, 19. Jahrhundert

Ist das Thema zu kontrovers?

Werden mich meine Leser noch lieben, wenn ich DAS jetzt veröffentliche?

Ich zieh mich jetzt mal aus und bin ehrlich zu dir:

Ich gebe es zu: Ich veröffentliche schlechte Texte. Also Texte die ich als schlecht empfinde.

Wieso?

Qualität liegt stets im Auge des Betrachters. Möglicherweise wird der Text, welchen ich subjektiv (Ich-Mensch-Sicht) als schlecht empfinde, ganz anders ankommen?

Vielleicht wird er beim Leser einschlagen wie die Granate eines Mörsers?

Ich weiß es nicht. Und ich würde es niemals herausfinden, wenn ich diesen Artikel nicht doch veröffentliche – egal wie schlecht er meiner Meinung nach ist.

Und falls er doch wirklich, wirklich schlecht ist?

Dann freue ich mich über Kritik!

Wir müssen wagen; nur so gelangen wir bis zur nächsten Abzweigung und können um die Kurve luschern, um zu erkennen, was sich dort vor uns verbirgt!

Frage nicht warum, sondern sage: Warum nicht? Klick um zu Tweeten

Also mach dich frei von Zwängen. Sei kein Perfektionist, sondern ein Träumer! Frage nicht warum, sondern sage warum nicht! <– Könnte möglicherweise ein Zitat sein; ich weiß es gerade nicht. 😉

Update: Das Zitat stammt frei nach George Bernard Shaw. 😉

Fazit

Eine Schreibblockade ist keine Krankheit; viel eher eine Ausrede, da wir nicht genauer arbeiten wollen oder uns nicht Wagen etwas neues auszuprobieren.

Wie schon Lucius Annaeus Seneca sagte:

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Also halte die Ohren steif; setze dich nicht unnötig unter druck, sondern: Konzipiere, Arbeite; Lese Korrektur und gebe deinem Artikel die letzte Würze durch Bild und Zitat.

Falls es dir doch schwer fällt, deinen Text zu tippen, dann schalte mal den Computer ab und schau dich draußen um. Vielleicht entdeckst du dort etwas, was dich sofort inspiriert — Notizbuch nicht vergessen!

Viel Erfolg 😉

Hendrik

P.S: Wie fandest du diesen Artikel? Ist er so gut, dass du ihn mit deinen Freunden teilen möchtest?

6 Kommentare zu “Kreative Angst: 4 Dinge die du über Schreibblockaden wissen musst – Plus: perfekten Blogartikel schreiben

  1. TanjasBunteWelt

    Hallo Hendrik,

    Erster *gg*
    Schöne geschrieben. Ich bin froh, noch nie eine gehabt zu haben. Ich hänge oft an der Überschrift meiner Berichte, die machen mir manchmal Sorgen.
    Mittlerweile habe ich auch ein süßes kleines Notizbuch mit jeder Menge Gekritzel darin.
    So, der Artikel ist gut, jetzt teile ich ihn gleich mal 😉

    • Hallo Tanja,

      Danke für dein Lob!

      Und sei froh! Aber falls mal doch: Hier findest du die mögliche Ursache. 😉

      Notizbücher sind cool: Ich selbst besitze einen Haufen an Notizbücher; wo ich die alle herhabe? Keine Ahnung, aber der Großteil steht im Regal – ein paar wenige begleiten mich jeden Tag.

      Papier hat für mich das gewisse etwas. Es fördert meinen „Ideenrausch“ und fördert die Kreativität. So kommt es, dass ich mal gesamte Artikel zu Papier bringe und diese hinterher abtippen muss.

      Zu deinen Überschriften: Sie sind völlig in Ordnung; spiegeln den Inhalt wieder und übertreiben nicht. 😉

      Hier ein Link für dich: 14 Tipps für bessere Überschriften via t3n-Magazin.

      Danke für das Teilen,

      Grüße

      Hendrik

  2. Hey, Hendrik!
    Klasse geschrieben. Das Thema ist finde ich immer mal wieder interessant für Schreiber jeglicher Art und obwohl ich die Vorschläge größtenteils schon kannte, lies es sich echt gut lesen, also mit einer gewissen Spannung 🙂
    Das Fazit und besonders dessen Inhalt war die Krönung. Super Leistung, Hendrik!

    • Hallo Eddie,

      das Freischalten hat auf sich warten lassen, entschuldige mir das. Mein Anti-Spam hat dein Kommentar gefressen. 😉

      Danke für deine Kritik. Es freut mich, dass mein Artikel Spannung erzeugte und sich gut lesen ließ.

      Bis bald,
      und vielen Dank für deinen Kommentar!

      Hendrik

  3. Christiane

    Das mit dem Konzept und dem Perfektionismus kann ich so unterschreiben.

    Bei Buchrezensionen habe ich zum Beispiel ein Grundgerüst und da halt Unterpunkte, die arbeite ich dann ab. Das geht wirklich schneller als so „freie“ Themen 😀

    Sollte ich mir mal so an eigenen auch für andere Themen.

    • Hallo Christiane,

      danke für deinen Kommentar!

      Du hast recht: Grundgerüste machen unser Leben einfacher. Immerhin sind wir Menschen auch so was wie „Gewohnheitstiere“. 😉

      Seitdem ich meine Artikel und Referate vorskizziere, geht die eigentliche Arbeit viel schneller von der Hand. Besonders die Recherche, da ich meine Kernpunkte bereits vor Augen habe.

      Liebe Grüße

      Hendrik

      P.S: Wo veröffentlichst du denn deine Buchrezensionen (?) — Du hast keinen Link hinterlassen!

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